Regional gestalten

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"Was ist der Ozean anderes als viele Tropfen"

 

Vorab:   Ja, zwischen den Erkenntnissen über den Klimawandel und den daraus resultierenden und seit Jahrzehnten angemahnten Handlungsanweisungen der Wissenschaft und dem tatsächlichen Verstehen und Handeln auf regionaler, lokaler und individueller Ebene klafft eine riesige Lücke.  Wie kann man diese Lücke schließen? Was ist zu tun, und vor allem von wem und wie?

 

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Kann man allein überhaupt etwas bewirken? Ja, natürlich! Denn jedes Engagement für den Zusammenhalt unserer Geschellschaft ist wertvoll und man ist auch nicht allein, sondern es sind viele, die sich engagieren, meist im Ehrenamt und oft in ihrer Freizeit.

Hier sind Anregungen um mitzumachen:

In Hamburg Eimsbüttel

 

Am 06.06.2019 hat die Bundesregierung den Masterplan Stadtnatur des BMU veröffentlicht.

Jeder einzelne aber auch die Kommunen sind aufgefordert, entsprechende Förderanträge für Ihre Stadtnatur-Projekte zu stellen.

Beispiele von BMU geförderten Naturschutzprojekten in der Stadt

(Quelle - Website BMU)

Das Bundesamt für Naturschutz hat mit Mitteln des Bundesumweltministeriums zum Thema Stadtnatur verschiedene Forschungs- und Umsetzungsvorhaben durchgeführt. Dazu gehören Vorhaben, die die verschiedenen positiven Aspekte städtischer Grünräume aufarbeiten und in diesem Zusammenhang auch Empfehlungen für die Praxis erarbeitet haben. Daneben beschäftigt sich das BfN seit mehreren Jahren mit Fragen der ökologischen Stadterneuerung, etwa im Zusammenhang mit der sogenannten "doppelten Innenentwicklung", der urbanen grünen Infrastruktur sowie den Möglichkeiten für eine bessere Unterstützung der biologischen Vielfalt in der Städtebauförderung. Allen Vorhaben gemein ist, dass sie Grünflächen nicht nur als wichtige Lebensräume für Tier- und Pflanzenarten betrachten, sondern auch als wichtige Treiber städtischer Entwicklung, etwa im Zusammenhang mit urbaner Lebensqualität, Umweltgerechtigkeit oder der Anpassung an den Klimawandel.

Städte tragen eine hohe Verantwortung für den Erhalt und die Förderung von Biodiversität, oft fehlt es jedoch an übergreifenden Strategien für die lokale Umsetzung. Das Projekt Urban-NBS erarbeitet Handlungsempfehlungen für kommunale Biodiversitätsstrategien. Ferner werden konkrete Maßnahmen zur Umsetzung der Nationalen Strategie für Biologische Vielfalt (NBS) im urbanen Raum in den Städten Bielefeld und Heidelberg untersucht. Im Mittelpunkt stehen dabei Grünstrukturen im dicht bebauten und intensiv genutzten Innenbereich der Städte.

Das Projekt "Stadtgrün – Artenreich und Vielfältig" motiviert Städte und Gemeinden in Deutschland zur naturnahen Gestaltung und Pflege von Grün- und Freiflächen. Im Mittelpunkt steht das gleichnamige Label, das die Etablierung einheitlicher ökologischer Standards für den Umgang mit Grünflächen zum Ziel hat. 

Das Vorhaben zielt darauf, "urbane grüne Infrastruktur" für die kommunale Planung zu definieren und operationalisieren und dabei auch Verbindungen zu aktuellen naturschutzfachlichen Diskursen und Konzepten herzustellen, etwa Ökosystemleistungen. Die Inhalte umfassen unter anderem Hinweise zur Identifizierung einer geeigneten Flächenkulisse, zu Planungsprinzipien, zu Qualitätsanforderungen und zum Einsatz von Instrumenten für die Planung und Umsetzung von urbaner grüner Infrastruktur. 

Stadt und Wildnis werden häufig als Gegensätze wahrgenommen; wo das eine ist, kann das andere nicht sein. Über ein neues ästhetisches Leitbild von Wildnis in der Stadt will das Projekt diesen Gegensatz aufheben und so die Akzeptanz von extensiv bewirtschafteten Grün- und Sukzessionsflächen in der Stadt verbessern. 

Der Schutz der freien Landschaft vor einem weiteren Flächenverbrauch stellt ein hohes umwelt- und naturschutzpolitisches Ziel dar. Dennoch darf die bauliche Nachverdichtung insgesamt nicht zu einer Verschlechterung der Lebensqualität und der Umweltbedingungen durch unzureichende Grünflächen in den Städten führen. Das Vorhaben untersetzt fachlich das Thema "doppelte Innenentwicklung" und bereitet es für die kommunale Praxis auf. Den zuständigen Akteuren der Stadtentwicklung in den Kommunen und Planungseinrichtungen werden Informationen und Empfehlungen an die Hand gegeben, damit das Prinzip und Leitbild der doppelten Innenentwicklung in Stadtentwicklungsstrategien berücksichtigt wird. 

Im Rahmen der Förderprogramme Stadtumbau Ost und West werden Freiraumaspekte thematisiert, etwa die Schaffung neuer Grünflächen, welche Schnittstellen zu den Zielen des Naturschutzes im besiedelten Bereich aufweisen. Das Gutachten erkundet am Beispiel der Stadtumbauprogramme Ost und West, inwiefern die Ziele von Naturschutz und Landschaftspflege im Rahmen der integrierten Stadtentwicklung verankert sind und gibt Empfehlungen zur besseren Integration der biologischen Vielfalt in die Städtebauförderung. 

Familien mit Kindern, Kleingartenvereine sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger, die einen Garten oder Balkon besitzen, werden zu Wildpflanzenexpertinnen und –experten, sogenannte innerstädtische "Arche"-Flächen zu Begegnungs- und Umweltbildungsorten: Das innovative Umweltbildungs- und Naturschutzprojekt der Botanischen Gärten in Pots-dam, Berlin und Marburg sowie des Umweltzentrums Dresden beteiligt Bürgerinnen und Bürger aktiv am Schutz und Erhalt gefährdeter heimischer Wildpflanzen und deren genetischer Vielfalt.

 

 

BMU -Umweltinnovationsprogramm (UIP)

Das "Programm zur Förderung von Investitionen mit Demonstrationscharakter zur Verminderung von Umweltbelastungen – Pilotprojekte Inland", kurz: Umweltinnovationsprogramm (UIP), unterstützt Unternehmen bei innovativen großtechnischen Pilotvorhaben mit Umweltentlastungspotenzial: Projekte mit Vorbildcharakter, die so bisher nicht am Markt umgesetzt wurden. Sie zeigen auf, wie neue technologische Verfahren zum Schutz der Umwelt genutzt und kombiniert werden können.

 

 

 

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